„intendons“ heißt übersetzt „in den Sehnen“

Der Name wurde von Harald Xander deshalb gewählt, weil sich bei den Übungen zu allererst das Körpergefühl für die Aktivität der Sehnen verbessert. Die Übungen sind keine Körperübungen im traditionellen Sinn. Manchen erinnert sie an progressive Muskelentspannung oder isometrisches Stretching. Andere finden Aspekte des Tai Chi oder Qi Gong, wieder. Manche Übungsanleitungen haben etwas von Vorbereitungen zur Pantomime.

Die Übungen haben zum Ziel, die inneren Bewegungsmöglichkeiten zu entdecken und zu verfeinern. intendons ist also bewußt gestaltete innere Bewegung.

Das wesentliche Merkmal der Übungspraxis ist der Wegfall von äußerer Bewegung. Die Übungen können jederzeit und überall durchgeführt werden. Für Menschen mit Bewegungseinschränkungen und Schmerzen (z.B. bei Lähmungen, Arthrosen, Sklerosen, Fibromyalgien, Multiple Sklerose, Migräne, RSI-Syndrom, Sehnenentzündungen, chronischen Verspannungen) eröffnen sie neue Möglichkeiten, um ein positives Körpergefühl zurückzugewinnen.

Die Übungen nutzen das besondere Zusammenspiel unserer Bewegungsabsicht mit den Muskeln und den Faszien, um das Gewebe gezielt zu stärken und zu versorgen. Das Grundprinzip lässt sich sehr schnell erlernen. Wir lernen zunächst unsere Aufmerksamkeit so zu schulen, dass wir unseren Körper genau bis zu einem bestimmten Punkt anspannen können. Dananch reduzieren wir sukzessive jegliche Muskelspannung, die für die Bewegungsvorbereitung überflüssig ist. Wir trainieren die Faszien, indem wir uns innerlich soweit wie möglich faszial und so wenig wie möglich muskulär bewegen. Dies führt zu teilweise höchst erstaunlichen Erfahrungen und Einsichten.

Der Einstieg in die innere Bewegung fällt erfahrungsgemäß leichter, wenn die Übungen zu Beginn mit einem Partner durchgeführt werden, der schon etwas Erfahrung in der Anleitung mitbringt. Deshalb ist es gut, einen der vielen Möglichkeiten, intendons persönlich kennenzulernen, zu nutzen.